“Bares für Rares”-Star Walter Lehnertz droht mit Auswanderung: “Dann bin ich weg”

Walter “Waldi” Lehnertz ist als Händler bei “Bares für Rares” bekannt für klare Worte. Nun äußert er sich auch zur politischen Lage in Deutschland – und spricht über einen möglichen Abschied aus dem Land.

Für Walter Lehnertz ist ein Verbleib in Deutschland offenbar an politische Bedingungen geknüpft. Der “Bares für Rares”-Star erklärt gegenüber “t-online”, dass er sich eine Auswanderung durchaus vorstellen kann, sollte sich die politische Situation grundlegend verändern.

“Bares für Rares”-Händler Waldi kann sich vorstellen, Deutschland zu verlassen

Dabei richtet sich sein Blick insbesondere auf die AfD. Lehnertz kritisiert, dass es den derzeit regierenden Parteien gelingen müsse, Deutschland politisch wieder “in den Kurs” zu bekommen. Sollte stattdessen “so jemand mit ideologischer Schlagseite an die Macht” kommen, zieht er für sich eine klare Konsequenz: “dann bin ich weg”.

Auf die AfD angesprochen, bestätigt Walter Lehnertz, der eine eigene Doku bekommen hat, ausdrücklich, dass er die Partei meint. Eine Regierungsbeteiligung wäre für ihn demnach ein möglicher Grund, Deutschland den Rücken zu kehren.

Seine Haltung begründet der 59-Jährige vor allem mit seinem Verständnis von Demokratie. Er wolle nicht in einem Land leben, “in dem eine Partei an der Spitze steht, die unsere demokratische Grundordnung mit Füßen tritt”.

Mallorca könnte Walter Lehnertz neues Zuhause werden

Ganz konkrete Pläne für den Fall einer Auswanderung hat Lehnertz offenbar nicht, eine Vorstellung gibt es allerdings bereits. Eine Finca auf Mallorca könne er sich “gut vorstellen”. Dabei macht er deutlich, dass für ihn vor allem der Abstand zu den politischen Verhältnissen in Deutschland entscheidend wäre: “Hauptsache weg.”

Auch zur Besetzung des Bundespräsidentenamtes äußert sich der Händler. Frank-Walter Steinmeiers zweite Amtszeit endet 2027. Für dessen Nachfolge wünscht sich Lehnertz eine Persönlichkeit, die möglichst unabhängig von der klassischen Politik agiert. Aus dem Showgeschäft hat er dabei einen klaren Favoriten: Horst Lichter.

“Der würde sofort meine Stimme bekommen”, sagt Lehnertz. Der “Bares für Rares”-Moderator könne seiner Meinung nach “klar denken”, sei “nicht auf den Mund gefallen” und habe einen “gut justierten Moralkompass”. Besonders wichtig sei ihm außerdem Lichters Gespür für die Menschen im Land.

An Ruhestand denkt Waldi noch lange nicht

Trotz seiner Gedanken über eine mögliche Auswanderung will Lehnertz beruflich offenbar weitermachen. Im kommenden Jahr wird der Händler 60 Jahre alt. Kürzertreten kommt für ihn dennoch nicht infrage. Er lasse sich regelmäßig untersuchen und achte auf seine Gesundheit. Seinen Job aufzugeben, könne sich Walter Lehnertz, der kürzlich seine Fans vor “Bares für Rares”-Betrügern gewarnt hat, noch nicht vorstellen: “Aber einfach aufhören? Nein. Dafür arbeite ich zu gerne.”

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