Sachbearbeiter packt aus: So übel benahm sich Bürgergeld-Empfänger bei Maßnahme
In den Mannheimer Benz-Baracken kämpfen viele Anwohner mit Arbeitslosigkeit und Geldsorgen. „Hartz und herzlich“-Protagonist Pascal fällt trotzdem auf: Er besuchte bereits zahlreiche Maßnahmen des Jobcenters, bekam Sonderregelungen und Hilfe.
Nun war es wieder so weit, er hatte einen Termin auf dem Amt. Und dort wurde ihm eine vielversprechende Möglichkeit geboten. Aber er lehnte ab.

Der Bürgergeld-Empfänger hat gerade seinen Staplerführerschein absolviert, das soll bessere Jobchancen ermöglichen.
Auch das Amt wollte ihn dementsprechend fördern. Ihm wurde eine Stelle angeboten: „Da hätte ich hingehen sollen, wegen meinem Staplerschein. Da hätte ich Stapler fahren sollen, um das besser üben zu können. Ich habe gesagt: ‚Nö!‘“
Bürgergeld-Empfänger lehnt Job ab: „Ist mir zu unsicher.“
Der Mannheimer lehnt das Angebot ab, Begründung: „Ist mir zu unsicher.“ Das Jobcenter und seine Mutter sind alles andere als zufrieden mit Pascals Verweigerungshaltung.
Beate erklärt ihrem Sohn am gemeinsamen Küchentisch, welch vertane Chance das war: „Das war jetzt nicht so gut.“ Ein Glück für ihn, dass das Amt sich so um ihn bemüht.
Er will unbedingt in den Landschafts- und Gartenbaubetrieb zurück, aus dem der Bürgergeld-Empfänger bereits einmal im hohen Bogen rausgeflogen ist.
Der Chef des Betriebs freut sich – welch Überraschung – wenig über Pascals geplante Rückkehr. Der Mannheimer bekommt vor laufender Kamera einen Anruf des Amts, inklusive harter Ansage.
„Du kannst am Mittwoch starten“, heißt es am Telefon, „aber es darf kein andauerndes Gemotze sein: ‚Ich will das sowieso nicht‘ und ‚Ich schaffe das nicht‘!“
Dass die Sachbearbeiter mit ihm einiges mitgemacht haben, wird noch deutlicher. „Er (Pascals Chef in dem Betrieb) war nicht sehr froh, wie es die letzten Male gelaufen ist“, erklärt Pascals Ansprechpartner.
Der Mannheimer habe ständig gemotzt – „Ich schaffe das nicht“ – und die anderen abgelenkt. Von harter Arbeit war dementsprechend wohl kaum etwas zu sehen.
Im Gesicht des 24-Jährigen steht geschrieben, wie ungern er die ehrliche Rückmeldung hört. Der Sachbearbeiter stellt noch klar: „Ich musste echt kämpfen, dich da noch einmal unterzukriegen.“
Er gibt Pascal eine klare Warnung mit: „Du hast dich beim Jobcenter dafür entschieden, dass du das noch einmal machen willst. Wir haben dir etwas anderes angeboten!“ Der Bürgergeld-Empfänger solle nicht wieder die Probleme mit seinem Sprunggelenk vorschieben, motzen und sich endlich anstrengen.








