Drama bei Bares für Rares: Händler bricht Verhandlung ab – Verkäuferin bleibt hart!

Annemarie Schitz aus Neuss brachte voller Hoffnung eine elegante Silberkanne ins Pulheimer Walzwerk. Das Stück stammt aus den USA, gefertigt um 1900 von der Firma Alvin. Die Feinsilberauflage und die feine Verarbeitung beeindruckten schon beim ersten Blick.

Top-Einschätzung von Dr. Heide Rezepa-Zabel

Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel lobte die historische Kanne als feine Handarbeit und bewertete sie auf 500 bis 600 Euro. Annemarie hatte zunächst 1.000 Euro als Wunschpreis, ließ sich aber überzeugen.

Enttäuschung im Händlerraum

Mit der Expertise im Kopf ging Annemarie optimistisch zu den Händlern. Wolfgang PauritschChristian VechtelSusanne Steiger und Waldi Lehnertz zeigten zwar Interesse an der „wunderschönen Karaffe“, wie Wolfgang sie nannte – aber die Gebote blieben weit hinter den Erwartungen.

Das legendäre Zitat von Wolfgang Pauritsch

Das höchste Gebot lag bei gerade einmal 300 Euro. Annemarie blieb standhaft, erklärte, dass die Expertise höher liege. Wolfgang reagierte noch einmal und bot 400 Euro. Dann kam der Satz, der für einen unvergesslichen TV-Moment sorgte:

„Mehr wirklich nicht mehr, dann müssen Sie leider woanders versuchen, dieses Ding zu verkaufen!“

Verkäuferin nimmt Kanne wieder mit

Für Annemarie war klar: Unter Wert wollte sie die Silberkanne nicht abgeben. Sie nahm das edle Stück wieder mit nach Hause – und das Publikum bekam einen der legendären „Bares für Rares“-Momente, bei denen Humor, Haltung und Verhandlungsgeschick aufeinandertreffen.

Sendehinweis

„Bares für Rares“ läuft montags bis freitags um 15:05 Uhr im ZDF sowie jederzeit in der ZDFmediathek als Wiederholung abrufbar.

Manchmal spielen sich im Pulheimer Walzwerk wirklich überraschende und ungewöhnliche Szenen ab. Die „Bares für Rares“-Verkäufer reisen mit großen Hoffnungen an, bekommen den Wert ihres Objekts von den Experten bestätigt und erleben im Händlerraum dann plötzlich die bittere Enttäuschung.

Genau das passiert auch Verkäuferin Kathrin Menke aus Osnabrück. Mit leuchtenden Augen präsentiert sie ihr mitgebrachtes 18-Karat-Goldarmband und schwärmt: „Es ist sehr hochwertig gearbeitet und etwas ganz Besonderes.“ Doch sie kann nicht ahnen, was sich später im Händlerraum ereignet.

„Bares für Rares“: Goldarmband entpuppt sich als echter Schatz

Expertin Heide Rezepa-Zabel ist ebenfalls verzückt vom 750er-Goldarmband aus den 1970er-Jahren: „Es sieht toll aus. Ein ununterbrochenes Design – eine Netzstruktur innerhalb der Fläche. Und man erkennt überhaupt nicht die 12 Scharniere. Das ist das Besondere“, beschreibt sie fasziniert.

Zudem hebt sie den neuwertigen Zustand hervor. Doch es gibt noch ein weiteres verblüffendes Detail: Es ist kein Hersteller des Goldarmbands auszumachen. Droht nun eine Wertminderung?

Foto: Screenshot ZDF

Tatsächlich. Doch der aufgerufene Schätzpreis kann sich dennoch sehen lassen. „Er liegt bei 7.000 bis 8.000 Euro. Wäre es ein Markenprodukt, würde ich hier bis 9.000 Euro werten“, erklärt Rezepa-Zabel. Kathrin und Horst Lichter sind baff. Euphorisch und ehrgeizig macht sich Kathrin nun zu den „Bares für Rares“-Händlern auf.

Wolfgang Pauritsch spricht einen deutlichen Hinweis aus

Das Interesse ist groß, doch es gibt ein Problem: Beim anschließenden Wettbieten orientieren sich die Händler fast ausschließlich am reinen Goldankaufspreis. Und der liegt bei rund 5.500 Euro. Die leuchtenden Augen und das Lächeln von Kathrin verschwinden. Ihre Miene verfinstert sich spürbar.

Plötzlich schaltet sich Wolfgang Pauritsch ein: „Es sieht nicht gut aus. Ich glaube, dass sie keinen Händler, sondern einen Endverbraucher suchen. Der sitzt hier nicht. Nehmen Sie ihr Band wieder mit und wir bedanken uns, dass Sie bei uns waren. Wir wünschen Ihnen, dass Sie es selbst tragen oder jemanden finden, der es bezahlt.“


Schlussendlich muss die „Bares für Rares“-Verkäuferin ihr schillerndes Goldarmband wieder mit nach Osnabrück nehmen.

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